Berlin- die Hauptstadt Deutschlands als erstes Reiseziel

13. November 2008

Meine Weltreise beginnt.

Bevor ich fremde Länder und Kulturen besuche widme ich den Anfang meiner Reise der Hauptstadt und fahre nach Berlin.

Angekommen in Berlin – wohin jetzt?

Berlin Hauptbahnhof- mein Abenteuer beginnt.

Nach einer doch sehr ermüdenden, mehrstündigen Anreise mit dem Zug erreichte ich endlich das erste Ziel meiner bevorstehenden, langen Reise.

Von Berlin aus werde ich mich aufmachen um die ganze Welt zu erkunden. Mein nächstes Reiseziel steht noch nicht fest. Denn für dieses werde ich mich erst in Berlin entscheiden. Die Hauptstadt soll und ich bin mir sicher, wird mich inspirieren, wohin meine lange Reise führen wird.

Angekommen bin ich jetzt, aber ziemlich planlos. Ich möchte mich nicht von einem der unzähligen und doch oberflächlichen Reiseführer leiten lassen. Mein Ziel ist es, Berlin nicht zu besichtigen sondern zu entdecken.

Ich stehe also in der eindrucksvollen Halle des Berliner Hauptbahnhof, unwissend wohin mein Weg nun führen wird.

Die ewige Suche nach der passenden Ferienunterkunft

Mein schweres Gepäck eignet sich nicht wirklich für eine Entdeckungstour. So fasse ich den langweiligen, aber sehr praktischen Entschluss, mich zunächst auf die Suche nach einer Unterkunft für die kommende Nacht umzusehen. Ein für Berlin typisches Hotel steht auf meiner Wunschliste. Aber was ist Berlin typisch? Ohne mir eine ersten Eindruck der Stadt gemacht zu haben kann ich darüber wohl nur sehr schwer urteilen. Dazu kommt die Frage wo befindet sich ein typisches Berlinerhotel?

Meine Lösung ist ganz einfach: Ich begebe mich auf den Bahnsteig der S-Bahn, schließe meine Augen und tippen auf den Plan der öffentlichen Verkehrsmittel Berlins. Meiner Finger landet auf der Station ICC Messegelände. Klingt nicht sonderlich schön, aber die Würfel sind gefallen. An der Station angekommen bewahrheitet sich meine Vorstellung. Ein Hotel ist dafür aber schnell gefunden. Ob das hingegen „Typisch Berlin“ ist wage ich zu bezweifeln. Für die erste Nacht gebe ich mich damit zufrieden. Ich werde die Zeit nutzen um etwas Besseres zu finden. Denn ich will nicht nur Zeit in Berlin verbringen, sondern ich will diese wie ein Berliner verbringen. Noch ahne ich nicht, dass mein Weg nicht in ein Hotel sondern in eine Berliner Ferienwohnung führen wird.

Schnell das Gepäck abgelegt und auf geht’s in das Getümmel der Stadt.

Ich bin beeindruckt. Schon allein die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln beginnt mich der Stadt näher zu bringen. An einer Station dessen Name mir gefällt steige ich aus. S Bahnhof Bellevue. Der nächst beste Passant, ein älterer Herr mit grau meliertem Haar erklärt mir, ich befinde mich in dem Ortsteil Tiergarten der zu dem Bezirk Berlin Mitte gehört. Zusätzlich erklärt er mir, dass ich mich in der unmittelbaren Nähe zu zahlreichen Sehenswürdigkeiten befinde. Mein Ziel war es doch eigentlich beliebte Plätze von waschechten Berlinern zu erkunden, nicht jedoch mir so schnell wie möglich alle bekannten Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Trotzdem gebe ich meinem Schicksal nach und erkunde die Umgebung. Schnell gelange ich auf die geschichtsträchtige „Straße des 17. Juni“. Namensgebend für sie war der erste Volksaufstand in der Deutschen Demokratische Republik am 17, Juni 1953.

Zu entdecken sind hier vor allem die Siegessäule, von den Berlinern liebevoll „Goldelse“ genannt und natürlich das Wahrzeichen der Stadt. Das Brandenburger Tor.

Bei diesem Ausflug begegnen mir viele Touristen mit ihren Kameras und viele Souvenirshops. Schnell stelle ich fest, so habe ich mir meine Reise nicht vorgestellt. Zurück am S Bahnhof begebe ich mich auf die Such nach einem waschechten Berliner der mir einen Tipp geben kann, wo ich das typische Berlin entdecken kann.

Nach einem längeren Gespräch bin ich nun etwas schlauer. Es gibt nicht das typische Berlin. Ein jeder Berliner hat seine eigenen Lieblingsorte. Er nennt mir den seinen. Aufgewachsen sei er, so berichtet er mir, in Berlin Wedding einem Arbeiterbezirk. Dort sei es jar nich übel aber so sagt er weiter schöner sei es doch in Treptow. Nachdem ich auf seine Frage wo sich denn meine Unterkunft befände geantwortet habe meine ich auf seinem Gesicht ein leicht hämisches Lächeln zu erkennen. Mein Schicksal, so denke ich, scheint mich nicht wirklich mit dem typischen Berlin verbinden zu wollen.

Zurück in meinem Hotelzimmer überdenke ich meinen Plan. Wie, frage ich mich, kann ich am ehesten leben wie ein Berliner. Schnell stelle ich fest, dass ein typischer Berliner seine Abende wohl nicht in einem Hotel verbringt. Aber schlafen, bin ich der Meinung, muss ich dennoch irgendwo. Im Internet entdecke ich, dass es in Berlin zahlreichen Übernachtungsmöglichkeiten gibt die es mir möglich machen von einem schnöden Berlinerhotelzimmer abzusehen. Nach einem Anruf bietet mir eine etwas unfreundliche Stimme, doch dies sei typisch für Berliner habe ich mir sagen lassen, die Möglichkeit in einer Wohnung in dem Bezirk Wilmersdorf, das sagt mir leider nichts aber daran soll es nicht scheitern, ein Zimmer in einer Privatwohnung zu beziehen. Gegen eine verhältnismäßig geringe Bezahlung, so erklärt mit die Zimmervermittlung, könne ich ein gemütliches Zimmer in einer Berlinerwohnung beziehen. Klingt ideal denke ich und schlage zu. Am nächsten tag mache ich mich also auf den Weg. Wilmersdorf gefällt, mir sehr gut. Ein langer Spaziergang durch den Grunewald entspannt. Abends in meinem Zimmer aber zweifele ich sehr an meiner Entscheidung. Der wildfremde Kerl im Nebenzimmer ist mir nicht sehr sympathisch und das Zimmer könnte eine Reinigung gut vertragen, ganz zu schweigen von unserem gemeinsamen Badezimmer. Ich wohne jetzt zwar, so stellt sich heraus, mit einem waschechten Berliner zusammen, doch dies macht in leider nicht sympathisch genug mich mit dem Gedanken anzufreunden meine restlichen Tage mit ihm gemeinsam in dessen Wohnung zu verbringen.

Neuer Tag, neues Glück so lautet meine Devise als ich mein Notebook öffne um mich auf die suche nach einer neuen „Berlinunterkunft“ zu machen. Nach kurzer suche entscheide ich mich für ein neues Abenteuer – eine Ferienwohnung. Diese muss ich wenigstens nicht mit jemandem Teilen. Nach einem Preis- und Aussattungsvergleich entscheide ich mich für ein nettes Ferienappartement in Berlin Treptow. Denn dieser Bezirk, so hatte man mir ja gesagt sei sehr schön. Schon kurz nach dem Bezug der Ferienwohnung steht für mich fest: Dies war die richtige Entscheidung. Ich lebe jetzt wie ein richtiger Berliner In einer Wohnung, denn wer weiß schon, dass dies eine Ferienwohnung ist, sie ist schließlich ganz normal und dazu noch sehr hübsch eingerichtet.

Berlin erleben

Endlich kann ich mich auf mein tatsächliches Ziel konzentrieren: Leben wie ein richtiger Berliner!

Zahllose Kneipentouren später habe ich mich wunderbar in Berlin eingelebt. Eigentlich möchte ich gar nicht mehr weg. Viele nette Bekanntschaften haben nun bereits über meine Unterkunftssuche gelacht. Ich habe mir hingegen geschworen nie wieder auf mein Schicksal zu vertrauen, denn das hatte mich ja in das hässliche Berliner Hotel geführt und nicht in meine schöne Ferienwohnung.

Langsam aber kommt der Gedanke meine Weltreise weiterzuführen immer häufiger zurück aber noch steht mein Ziel nicht fest. So genieße ich die Tage in Berlin besichtige sogar entgegen meiner Vorstellung noch einige Sehenswürdigkeiten. Besonders gut gefallen hat mir das Schoss Charlottenburg mit seinem wunderschönen Schlossgarten und der eindrucksvolle Berliner Dom. Ich bin mir sicher, in diese Stadt werde ich noch einmal zurückkommen

Und dann geschieht es. Wären einem netten Schwätzchen in einem der vielen kleine Lokale Berlins begebe ich eine jungen Herrn mit einem ganz entzückenden Akzent. Einige Gläser Wein später habe ich schon einiges gehört von seiner Heimatstadt Wien. Ich kenne also schon vor meiner Ankunft einige nette und sehenswerte Orte und mein Entschluss gar nicht erst nach einem für Wien typischen Hotel zu suchen steht fest. Meine Ferienwohnung habe ich diesmal schon im vornherein gebucht. In der Hoffung das mich diese Stadt nicht wie Berlin immer an meine suche nach einer Ferienunterkunft erinnert.

Der Blick aus dem Fenster meiner Ferienwohnung in Berlin

Der Blick aus dem Fenster meiner Ferienwohnung in Berlin